Entzündliche Hauterkrankungen
Entzündliche Dermatosen
Entzündliche Dermatosen wie atopische Dermatitis und Psoriasis werden als adjuvante HBOT-Ziele untersucht. Die aktuelle Unterstützung beschränkt sich auf Fallberichte und kleine Kohorten und deutet auf einen möglichen Nutzen in ausgewählten, therapieresistenten Fällen über die entzündungshemmenden und gewebeoxygenierenden Wirkungen der HBOT hin. Es handelt sich um Evidenz der Stufe C — vorläufig und in Erprobung — und kein Ersatz für etablierte dermatologische Therapien.
Zusammenfassung der Evidenz
Evidenz auf Fallebene und aus kleinen Kohorten stützt HBOT als adjuvante Therapie bei ausgewählten entzündlichen Hauterkrankungen, vor allem atopischer Dermatitis und Psoriasis. Eine Übersichtsarbeit von 2025 und eine pädiatrische Studie von 2021 beschreiben Reduktionen von Pruritus, Läsionsschweregrad und Staphylococcus-aureus-Besiedlung bei schwerer atopischer Dermatitis nach HBOT-Zyklen. Zwei Fallberichte von 2009 dokumentieren eine Remission der Psoriasis vulgaris mit HBOT (ein pustulöser/arthropathischer Fall nach 6 Sitzungen bei 2,8 ATA × 60 Min.; ein Plaque-Fall mit Besserung nach 15 Sitzungen bei 2,0 ATA × 90 Min.). Weitere entzündliche Dermatosen — Hidradenitis suppurativa, livedoide Vaskulopathie, Pyoderma gangraenosum — wurden in frühen klinischen Berichten beschrieben, es fehlen jedoch belastbare Studien. Die Protokolle variieren stark und sind nicht standardisiert; HBOT wird als adjuvant, nicht als Erstlinientherapie positioniert.
Behandlungsprotokoll
Protokoll
Druck
2.0 – 2.8 ATA
Dauer
60 – 90 min
Sitzungen
6 – 30 (sehr variabel)
Frequenz
Täglich, protokollabhängig
Evidenzgrundlage: Fallberichte & kleine Studien (nicht standardisiert)
Quellen:
Vollständige Quellenangaben auf der Literaturseite.
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